Dienstag, 10. September 2013

Urlaubsvertretung Nr.6: Lila Plätzchen

Hallo liebe Vicci-Leser,

Ich bin Kristina und darf heute für Victoria einen Gastpost schreiben, während sie ihren Urlaub genießt. Für alle, die mich noch nicht kennen (und das dürften wohl viele sein ): Mein Blog Lila Plätzchen dreht sich hauptsächlich ums Backen. Backen ist meine Leidenschaft. Aber es tauchen auch Kochrezepte und Produkttests dort auf. Oder auch schonmal DIY-Anleitungen oder einfach Berichte über mein Leben. Ich schreibe was mir gerade einfällt und was ich teilen möchte. ich versuche auch regelmäßig Artikel zu schreiben, aber immer klappt das leider nicht. Bald ist Plätzchen auch schon ein Jahr alt und mir macht das Schreiben und alles drum herum viel Spaß. Ok, genug von mir. Kommen wir zu dem eigentlichen Sinn dieses Artikels.

Vor einiger Zeit gewann Vicci auf meinem Blog ein Überraschungspaket. Das Zusammenstellen hat etwas gedauert, aber irgendwann kam es dann tatsächlich bei ihr an. Was alles in dem Päckchen war, habe ich neulich erst auf meinem Blog gezeigt. Einzelne Artikel mit Rezepten und Anleitungen dazu werden auch noch folgen. Dieser hier wird der Erste. Vicci gefiel der Diamanttee wohl so gut, dass sie mich bat darüber meinen Gastpost für ihren Blog zu schreiben. Das freute mich sehr! Zum einen, weil ihr die Sachen gefallen und zum anderen, weil es mein erster Gastbeitrag ist.

Also bei dem Diamanttee handelt es sich eigentlich um eine spezielle Teeverpackung. Dazu inspiriert hat mich eine Designarbeit, die ich mal auf Pinterest gesehen habe. Ich ließ mir viele Möglichkeiten für die Verpackung durch den Kopf gehen. Letztendlich entschied ich mich für die Diamantenform. Mit dem Ergebnis bin ich auf jeden Fall zufrieden. Nur ist es viel Arbeit, die auch Geduld erfordert. Mir schwirrt schon eine einfachere Lösung im Kopf herum. Das sieht dann allerdings nicht ganz so beeindruckend aus.

Die Diamanten werden mit einer Origamitechnik gefaltet. Darin befindet sich dann der Teebeutel.


Diese Art des Verpackens hat auch noch einige praktische Eigenschaften.

Ich versuche jetzt alles Schritt für Schritt zu erklären. Ein wenig kniffelig ist es schon.

HIER könnt ihr die Vorlagen für die Diamanten herunterladen. Ihr könnt natürlich auch einfach quadratisches Papier nehmen, etwa 10x10cm. Durch das bedruckte Papier entstehen beim Falten weiße Kanten. Die Farbe bricht an den Stellen einfach weg. Ich fand das sah bei den fertigen Diamanten ganz nett aus. Die Linien geben dem Ganzen noch ein wenig Struktur.
Ansonsten braucht ihr noch gelbe Wolle, eine Nadel, eine Schere, Teebeutel und ein paar kleine Klebestreifen (oder auch Washitape, wenn man sie sehen soll).

Zuerst müsst ihr die Vorlage ausschneiden. Die faltet ihr auf die Hälfte. Jetzt wieder aufmachen und die andere Hälfte falten. Danach diagonal beide Seiten. Das sieht dann so aus:


Jetzt dreht ihr die weiße Seite nach oben und faltet von einem Endpunkt einer geraden Falz zu dem gegenüberliegenden diagonalen Falz. Wenn ihr die Vorlage benutzt, könnt ihr einfach an den Linien entlang falten. Schwierig zu erklären, deswegen wieder ein Bild:


Diesen Schritt wiederholt ihr jetzt an allen Verbindungen. Dafür müsst ihr 8 mal falten. Das sieht dann so aus:


Jetzt müsst ihr die kleine Falz zwischen dem Achteck in der Mitte und dem Rand noch einmal nach innen nachziehen. Also andersherum falten. Aber nur diesen Teil, nicht die Falten innerhalb des Achtecks. Das sollte dann so aussehen:


Wenn ihr jetzt die Ecken nehmt und zueinander führt, habt ih eigentlich schon den Origamidiamanten.
Da aber in der Mitte zu wenig Platz für einen Teebeutel war, habe ich noch einen kniffeligen Schritt hinzugefügt. Auf den jetzigen Innenseiten des Diamanten seht ihr auf der Vorlage noch eine Unterteilung. Genau da müsst ihr falten. Das geht am besten, wenn ihr die Ecken etwas vorknickt und den Rest dann richtig faltet indem ihr die Seiten zusammendrpckt. Fertig müsste das Ganze dann so aussehen:



Ok, also Falten kann ich mal so gar nicht erklären wie es aussieht. Ich hoffe durch die Bilder und die Vorlage versteht ihr es trotzdem ausreichend. Ansonsten könnt ihr auch gerne nochmal nachfragen.

Gut, der Diamant wäre dann soweit fertig. Jetzt nehmt ihr euch einen Teebeutel eurer Wahl. Ich habe einfach eine Mischung meines Lieblingsfrüchtetees genommen. Das Zettelchen müsst ihr natürlich abmachen. Also ist jeder Tee eine Überraschung. Achtet da auf Besonderheiten bei der Zubereitung des Tees und Unverträglichkeiten des Beschenkten. Viele vertragen Hibiskus nicht gut. Das Band des Tees fädelt ihr in die Nadel ein und piekst genau durch die Mitte der Diamanten bzw. des Achtecks auf der Oberseite. Und zwar von Unten nach Oben. So, dass auf der weißen Innenseite der Teebeutel ist und das lose Fadenende auf der bunten Außenseite.


Wie ihr auf dem Bild seht, brauchen wir noch ein Wollknäuel. Dafür nehmt ihr die gelbe Wolle und wickelt sie einfach um einen eurer Finger. Wie viel ihr da nehmt bleibt euch überlassen.


Wenn ihr genug habt, schneidet das Ende ab und streift die Wolle vom Finger. Achtet dabei darauf, dass sich nicht wieder alles entwirrt. Das Knäuel bindet ihr längs mit dem Faden des Teebeutels zusammen.
Die dadurch enstehenden Schlaufen werden durchgeschnitten.

Das wirkt jetzt noch etwas chaotisch. Drückt das Knäuel mit den Fingern zusamenn und zwar nicht auf den Faden, sondern an den Seiten. Also da, wo die Enden lose sind. Eure Finger sind jetzt sozusagen innerhalb des Fadenkreises.
Daurch könnt ihr jetzt nämlich die Fäden auf gleiche Länge schneiden. Sie müssen nicht exakt gleich lang sein, es geht nur darum, dass sie am Ende wie ein Ball wirken.


Damit der Teebeutel auch in den Diamanten passt, müsst ihr ihn etwas knautschen. Ich habe den Inhalt etwas verteilt und den Beutel in zwei Richtungen verdreht. Ungefähr so:


Wenn ihr das soweit habt, könnt ihr die vier Spitzen des Diamanten vorsichtig zusammendrücken. Dabei müsst ihr den Teebeutel noch etwas zurecht schieben, damit er richtig hinein passt.


Anschließend klebt ihr einen kleinen Streifen Klebenband über die Spitze, um alles zu fixieren. Der Diamant bleibt leider nicht von allein in Form.

So, endlich geschafft. Jetzt kann ich euch zeigen was euer toller Diamant noch kann.

Erstmal einen Tee aufsetzen.


Ihr seht schon, unser Beutel hält von ganz alleine an der Tassenseite fest. Praktisch, oder? Gut, das Wasser ist drin. Der Dampf verfliegt, aber weit kommt er nicht.
Wenn der offene Diamant auf der Tasse sitzt, hält er den Dampf ein wenig zurück. Natürlich sind trotzdem noch große Löcher da, aber der Tee bleibt dennoch ein klein wenig länger warm.
Ich wollt, dass es jetzt so aussieht als hätte man eine Blüte auf der Tasse sitzen. Das hat nur bedingt geklappt, aber hübsch finde ich es trotzdem.


Der Tee ist jetzt durchgezogen? Gut, dann entsorgen wir den Beutel doch schnell mal.


Den Beutel kann man mit dem Papierdiamanten noch ausdrücken. So viel hält das Papier noch aus. Anschließend könnt ihr alles zusammen entsorgen. Keine dreckigen Löffel und tropfenden Beutel.

Wenn ihr ein paar Diamanten fertig habt, könnt ihr sie in einem Klarsichtbeutel verpacken. So sieht man die hübschen Papierkunstwerke direkt.


Verschließen könnt ihr die Verpackung mit diesem Etikett, welches ihr HIER herunterladen könnt.
Hinten könnte man noch etwas zum Inhalt oder einen Gruß von euch schreiben.

Ich hoffe ich konnte alles verständlich erklären. Ist gar nicht so leicht so etwas zu formulieren.
Viel Spaß beim Nachfalten. Verliert nicht die Geduld!

Eure Krissi

Vicci, ich hoffe du hast einen tollen Urlaub und entspannst dich mehr als nötig! Genieße die Zeit!

Kommentare

  1. Echt ne mega pfiffige Idee und den Blog hier, kannte ich bis zu diesem Eintrag genau so wenig wie die Diamanten, nun stöbere ich hier erst mal ;-)

    Ganz liebe Grüße Trina ♥

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  2. Ein tolles DIY mit dem Diamanten. Das muss ich mir direkt merken :-)

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  3. Was für eine wundervolle Idee, tausend Dank. Solche sßen Kleinigkeiten mag ich so wahsinnig gern. =)

    hier geht’s zu meinem Blog ♥

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